Vor dem Waggon

Die ehemaligen Häftllinge und ihre Verwandten vor dem Waggon auf dem Gelände der Gedenkstätte


Besuch der ehemaligen Häftlinge des Lagers Hessental

April 2005

 Im Herbst 2004 beschloss das Mitgliedergremium der Initiative KZ Hessental, zum 60 Jahrestag der Auflösung des KZ-Hessental am 5. April 1945 und gleichzeitig des Kriegsendes am 8. 5. 1945 ehemalige Häftlinge, die das Leiden im Lager überlebt haben, einzuladen.Für Anfragen dieser Art sind die beiden großen Zentren zur Erforschung des Holocaust Yad Vashem in Jerusalem / Israel sowie das Holocaust Memorial Museum in Washington / USA erste Anlaufstellen.

Letzteres hatte uns dankenswerterweise einige Zeit zuvor eine Liste mit 31 Namen von Überlebenden geschickt, die u.a. als einen Ort ihrer Leidenszeit das KZ Hessental angegeben hatten.Das Holocaust Memorial Museum übersandte uns ein Formblatt für die weitere Suche. Es versteht sich nämlich auch als Mittler zwischen den Überlebenden und den an ihrem Schicksal oder auch an der Institution interessierten Menschen.

Viele Häftlinge waren nach dem Krieg nach Großbritannien, Kanada, in die USA oder in das damalige Palästina ausgewandert. Würden diese Menschen bereit sein, noch einmal an die Stätte ihrer Leiden zu kommen? Zu unserer Freude erhielten wir positiv überraschte und dankbare Schreiben, leider aber auch alters- und krankheitsbedingte Absagen.

So war es uns eine große Freude im April 2005 fünf ehemalige Gefangene des KZ Hessental, 4 aus den USA und einen aus Israel mit ihren Angehörigen bei uns begrüßen zu können. Neben dem gegenseitigen Kennenlernen standen ein festlicher Empfang im Rathaus mit der Eintragung ins Goldenen Buch der Stadt Schwäbisch Hall, eine Führung auf den Spuren jüdischen Lebens in der Stadt, eine Begehung des Geländes des ehemaligen Konzentrationslagers auf dem Programm.

Eine bewegende Gedenkfeier mit Ansprachen der ehemaligen Häftlinge fand große Anteilnahme bei den Zuhörern.

Im Vorfeld des Besuches hatten wir unsere Besucher um die Bereitschaft gebeten, als Zeitzeugen an hiesigen Schulen über ihr Leben zu berichten. Alle waren einverstanden, Dafür waren wir sehr dankbar, denn dieses Erinnern ist sehr schmerzhaft gewesen.

Nach 8 Tagen endete diese Zeit der Begegnung mit dem Heimflug unserer Gäste.

Shalom und vielen Dank

Sylvia Neumann

 Die Gruppe mit Haller Gastgebern









Die Gruppe der Überlebenden mit ihren Gastgebern aus Schwäbisch Hall auf dem Gelände der Gedenkstätte, April 2005

 1. AbendAuf der Treppe in Schwäbisch Hall

Am ersten Abend muss man sich erst einmal kennenlernen. Auch die Stadt Schwäbisch Hall und ihre Treppe werden besichtigt.

Eintragung ins Goldene BuchUnterschrift Tuvia FriedmannGoldesnes Buch

Oberbürgermeister Pelgrim empfängt die Gäste im Rathaus und alle, hier Tuvia Friedmann, unterschreiber im Goldenen Buch der Stadt Schwäbisch Hall.

Alle warten auf ihren BeitragMusik beim Festakt

Beim Festakt sprechen fast alle Gäste, die in Hessental ein halbes Jahr lang gelitten haben und großes Glück hatten, diese Zeit überlebt zu haben. Hier stehen sie an, bis sie ans Rednerpunkt kommen können. Der Festakt wird natürlich mit Klezmermusik umrahmt.

M.Mapen auf der Suche nach seinem NamensschildM.Mapen am Namensschild seines Bruders 

M. Mapen sucht auf dem Stelenfeld sein eigenes Namensschild und das seines Bruders.

Totengebet auf dem Jüdischen Friedhof 

Auf dem jüdischen Friedhof in Schwäbisch Hall Steinbach, wo zahlreiche Gefangenen des Konzentrationslagers Hessental in Gemeinschaftsgräbern beerdigt wurden, sprechen die Überlebenden ein Gebet. 


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